In vino veritas.
Was treibt uns mehr an? Der Hunger nach Speis und Trank oder nach Liebe und Geborgenheit?
Klar – es gibt eindeutige Aussagen zu den Grundbedürfnissen des Menschen. Schmerzvermeidung, Trinken, Essen, Sex.
Sind sich die Wissenschaftler hier einig? Das wäre mal ein Novum. Sie sind sich eigentlich niemals einig. Ich denke, dass auch die Prioritäten der Grundbedürfnisse variabel sind.
Habe gerade eineinhalb Stunden mit Bella telefoniert. Dabei verschwanden auf beinahe unerklärliche Weise 0,75 Liter italienischer Rotwein, 300 Gramm Salami, einige Scheiben Brot sowie eine Scheibe Butterkäse. D.h., ich habe einen großen Teil meiner Bedürfnisse befriedigt.
Stellt sich die nächste Frage, ob ein derart alkoholgetränkter Blog sinnvoll ist
Im Augenblick komme ich mit dem Projekt nicht wirklich gut voran. Das hat mehrere Gründe.
Einerseits bin ich abends nach dem Training so müde, dass ich am Rechner einschlafe. So gesehen gut, dass die Saison in 3 Wochen zuende ist.
Andererseits habe ich im Büro doppelten Stress, weil gleich 3 wichtige Leute fehlen, und wir alle Hände voll zu tun haben. Ständig soll ich irgendwelche Entscheidungen treffen, oder glühende Kohlen aus dem Feuer holen. Das kostet Nerven und Energie. Und genau genommen ist das gar nicht mein Job.
Trotz allem bleibe ich zuversichtlich und glaube an ‘unsere’ Sache. Sie ist meine (vielleicht einzige) Chance, meinem Leben wieder positive Schwingungen zu verleihen.
In den letzten Tagen stolpere ich immer wieder über Denkanstöße dazu: Urlaub mit dem Wohnmobil in der Provence, eine Reise durch die Staaten, das Häuschen auf dem Lande, Luxus hier und da.
Viele Dinge, die ich mir noch vor wenigen Monaten mit meiner Familie leisten konnte.
Da will ich wieder hin! Noch ist die Triebkraft nicht voll da. Aber sie kommt.
Vor zwei Tagen haben Bella und ich uns spontan getroffen. Es war das erste mal seit langem, dass wir uns unter freiem Himmel gesehen haben. Felder um uns herum, die Sonne schien, ein leichter Wind strich durch ihr Haar. Alles war perfekt. Bis auf die Tatsache, dass unsere Zeit sehr limitiert war.
Wir lieben offensichtlich beide das Spontane und die Gefahr. So weit von ihrem zuhause waren wir nicht weg, jederzeit hätte jemand aus der Nachbarschaft aufkreuzen können.
Wir können nicht mehr voneinander lassen Wir sind sozusagen jeder ein fester Teil des anderen.
Ich weiß nicht, wie lange das alles noch so geht, aber ich glaube, innerhalb der nächsten Wochen oder Monate werden sich einige Dinge grundlegend ändern. Wie auch immer, wann auch immer.