
Schönheit kann so einfach sein
Ob’s heute was wird mit Arbeiten am ‘Projekt’?
Bella hat sich nach einigen Tagen des Schweigens wieder gemeldet. Bella ist wunderschön und meine ganz große Liebe. Wenn ich sie betrachte, oder – selten genug – sie in meinem Armen liegt, bin ich von tiefster Zufriedenheit erfüllt. Ich bin kein Künstler, aber ihre natürliche Erscheinung, Ihre Bewegungen, Ihre Stimme befriedigen einen ganz tief sitzenden Wunsch nach Ästhetik in mir. Mag egozentrisch klingen, aber es ist, als hätte das Schicksal diese Frau speziell für mich geschaffen. Bella ist sozusagen meine Muse. Sie erwidert meine Liebe und so könnte der Himmel ständig voller Geigen hängen. In keiner der wenigen Nächten, die wir gemeinsam verbrachten, habe ich schlafen können. Jeder einzelne ihrer Atemzüge war wie das Rauschen des Meeres, ihre Blicke durchdrangen mich und trafen direkt mein Herz. Ich beobachtete dann, wie sie in meiner Umarmung einschlief und sog ihr Bild regelrecht in mich auf.
Leider haben wir ein ähnliches Problem wie die Königskinder… Nüchtern betrachtet könnte man es auch so formulieren, dass wir ein außereheliches Verhältnis führen. Die Stunden, die wir zusammen sein können sind sehr, sehr (sehr!) selten. Es ist schwierig für uns, Kontakt aufzunehmen. Heute abend nach dem Training werden wir endlich ein paar Stunden telefonieren können – wenn nicht doch noch etwas dazwischen kommt. Bis wir uns wieder gegenüber stehen können, werden wohl noch einige Wochen vergehen…
Heute morgen habe ich die (finanzielle) Gelegenheit am Schopfe gepackt, und mein Auto durch die Waschstraße geschickt. Zu meinem Auto an dieser Stelle nur soviel: Wer es sieht, denkt an alles andere, als Geldprobleme. Aber aus verschiedenen Gründen möchte ich es auf keinen Fall abgeben.
Nachtrag
Habe bis gerade mit Bella telefoniert. Sie ist natürlich viel mit den Sorgen und Nöten ihrer Kinder beschäftigt. Das Gespräch war wie immer viel zu kurz, zumal ihr Mann heute früher nach hause kam, als sonst. Ich habe ihr vorgeschlagen, das nächste mal zu ihr zu fahren. Sie ist bereit, das Risiko einzugehen. Wir müssen uns einfach wieder sehen und berühren.
Ganz trivial: Nach dem Training kam der Hunger. Jetzt sitze ich hier mit drei Grillrippen (760 Gramm) und ein paar Scheiben Brot sowie einer Flasche Bier im Bauch zufrieden an der Tastatur. Gleich wird noch ein Joghurt verdrückt und eine Flasche Wein geöffnet. Macht aber nix – bei dem Energieaufwand braucht mein Körper das. Habe seit 10 Jahren nicht mehr so wenig gewogen, wie zur Zeit.