
Spiegelbilder - Zerrbilder
Ist die Seele das Spiegelbild unseres Körpers? Oder ist es umgekehrt? Wenn man sich die unterschiedlichen medizinischen, esoterischen und sonstigen Interessengruppen anschaut, wird diese Überlegung auf jedes Körperteil, das sich gerade anbietet, übertragen:
- Die Augen sind der Spiegel unserer Seele
- Die Haare sind der Spiegel …
- Die Hände …
- bla bla…
Einigt Euch mal. Wie wäre es mit einem großen, alle Disziplinen übergreifenden Kongress? Mit möglichst viel Bohei und Tamtam. Denn wenn man solche Dinge schon klärt, muss es ja auch etwas kosten.
Für mich ist das ganz einfach: Die Seele ist der Spiegel des gesamten Körpers als Einheit und umgekehrt. Punkt.
Warum reite ich darauf herum?
Ich frage mich, wie es kommt, dass ich heute beinahe wieder so fit wie meine Turnschuhe bin? In den letzten Tagen hatte ich ja eher die Energie einer achtlos in den Straßengraben geworfenen Sandale (also noch nicht ganz so schlimm, wie ein löchriger Pantoffel).
Die Lösung könnte sein: Das Bier von gestern abend!
In der Regel sind es eh die kleinen, unauffälligen Ereignisse und Veränderungen, die unser Gleichgewicht stören oder stabilisieren.
Mein Zustand wirkt sich direkt auf meine Produktivität im Job aus. Heute habe ich mich mit einer im Betrieb bisher unbekannten Technologie auseinandergesetzt und weiß nun grob, wie die Sache funktioniert. Das ist wichtig für ein Projekt, das wir demnächst umsetzen müssen.
Ich hoffe, dass der Aufschwung bis heute Abend anhält, und ich in meinem – oder besser: unserem – Projekt voran komme. Schließlich arbeite ich dem Doc zu, d.h. sein Code basiert auf meinem. Leider ist er heute ständig genervt, weil er immer wieder über Probleme in seiner Arbeit stolpert. Hoffe, dass sich das nicht auf seine Motivation in ‘unserem Projekt’ auswirkt.
Jetzt sitze ich wieder am Rechner und kann sagen, was mit meinem Körper und meiner Seele war.
Nix Besonderes eigentlich. Ich habe nur den Fehler gemacht und wieder begonnen, Mittags auf der Arbeit schwere Sachen zu essen. Das war’s. Das wurde mir klar, als ich beim Sport sehr bald einen Hungerast bekam. Denn gestern Abend und heute Mittag habe ich kaum etwas gegessen, so wie ich seit einigen Wochen ziemlich ‘bedarfsorientiert’ esse, also wenn ich wirklich hungrig bin. Da ich sehr intensiv täglich trainiere habe ich i.d.R. auch guten Appetit. Aber eben nicht Mittags. Jetzt ziehe ich gleich los und werde mir eine Portion Gyros besorgen (Supermärkte haben ja schon zu).
Positiv: Ich habe es so gedreht, dass ich nicht mit dem Vulkanier gemeinsam an- und abreisen muss (s. Eintrag von gestern). Ich fahre mit meinem eigenen Auto hin und zurück.